Arbeitsplatzbeschreibung für Förderschul- und Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte im Rahmen des inklusiven Unterrichts

 

 

Die Umsetzung der Inklusion ist ein langanhaltender und anspruchsvoller Prozess.

Dementsprechend müssen die Kooperationsaspekte ständig reflektiert werden. Die unten aufgeführten Gelingensbedingungen werden zeitnah überarbeitet und aktualisiert.

 

Präambel

 

Die Regelschulen stimmen mit den Förderschullehrer/innen individuelle Schwerpunkte unter Berücksichtigung der Arbeitszeit ab.

Kooperationsaspekte

Förderschullehrer/innen

Grund-, Haupt- und Realschullehrer/innen

 

Grundsätze

  • Einsatz möglichst nur an einer (höchstens an zwei) Schulen, Wechsel möglichst nur zu Schuljahresbeginn
  • Einsatz transparent und in Absprache
  • eigener Förderraum
  • eigener jährlicher Etat
  • Mitgestaltung des Stundenplans
  • keine Vertretungsstunden
  • keine Pausenaufsicht
  • Konferenzteilnahme in den Grund-schulen (Klassen- und Zeugnis- konferenzen wenn Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf betroffen sind)
  • Gesamtkonferenzen und Dienstbesprechungen (wenn Inklusionsthemen auf der Tagesordnung stehen). Es sei denn, die Förderschullehrkraft ist mit vollem Stundenkontingent abgeordnet
  • eine wöchentliche Koordinierungs- und Beratungs-stunde aus dem Stundenkontingent (in Schulen unter 10 Förderschullehrerstd. 14-tägig)

 

Inhaltliche Bedingungen

 

Unterricht

  • gemeinsamer Unterricht, in dem verschiedene Koope-rationsformen durchgeführt/erprobt werden 
  • Im Vordergrund der Tätigkeit der Förderschullehrerin steht die präventive Unterstützung

Förderung

  • innere/äußere Differenzierung in Kleingruppen- oder Einzelarbeit, präventiv oder rehabilitativ
  • Fördermaterialien (Vorschläge, Bereitstellung)

Diagnostik

  • Beratung und Unterstützung der Einschulungsdiagnostik (z.B. Mirola)
  • begleitende Lernstandsdiagnose
  • Durchführung standardisierter Tests
  • gemeinsame Erstellung von Gutachten im Rahmen der Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs

Beratung

zur Arbeit mit:

  • Eltern/Lehrkräfte/Schüler_innen
  • Schulische Institutionen
  • Außerschulische Institutionen

 

 

 

 

 

 Dokumentation

  • Förderpläne für die Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in Kooperation mit dem/der Regelschullehrer/in

 

 

Grundsätze

  • pädagogische Verantwortung für alle Kinder, inkl. Schüler/innen mit festgestelltem sonderpädago-gischen Unterstützungsbedarf
  • bei festgestelltem sonder-pädagogischem Unterstützungsbedarf wird die Ver-antwortung vom Förderschullehrer mitgetragen
  • eine wöchentliche Koordinierungs- und Beratungsstunde aus dem Stundenkontingent (in Schulen unter 10 Förderschullehrerstd. 14-tägig)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhaltliche Bedingungen

 

Unterricht

  • Differenzierter Unterricht, Berücksichtigung individueller Förderplanung
  • Absprache/Einsatz spezieller Fördermaterialien
  • Die Grundsätze für Tages- und Wochenpläne der zieldifferent beschulten Schüler werden gemeinsam besprochen

 

 

 

 

Diagnostik

  • Erhebung von Informationen im Unterricht (Lernstandsdiagnostik)
  • Dokumentation der individuellen Lernentwicklung

 

 

 

 

 

Koordination der Unterstützungsmaßnahmen

  • Kontaktaufnahme mit FachlehrerInnen, Eltern, u.U. Hort, Tagesgruppen, Ärzten, Psychologen usw.
  • Einladung zu pädagogischen „runden Tischen“
  • Dokumentation von Kontaktaufnahme, Ergebnissen, Gesprächen

Dokumentation

  • Förderpläne für alle Schüler/innen
  • Zeugnisse
  • Zeugnisse für Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf gemeinsam mit dem/der Förderschullehrer/in